Die Mama Negra reitet in Rot durch Latacunga, hinter ihr wird das Banner der Jungfrau getragen

La Mama Negra

Fiesta de la Mama Negra

Foto: TupakAmaruIshkay, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons

Latacunga liegt unter einem Vulkan, der die Stadt mehrfach dem Boden gleichgemacht hat, und dankt der Jungfrau, die ihn 1742 aufgehalten haben soll, indem es eine Gestalt mit schwarz bemaltem Gesicht aufs Pferd setzt, die Milch in die Menge sprüht — hinter einem Ehemann, der die Ashanga trägt.

Der Berg und die Jungfrau

Latacunga liegt auf 2 860 Metern in der Provinz Cotopaxi, neunundachtzig Kilometer südlich von Quito und fünfundzwanzig vom Vulkan entfernt, nach dem die Provinz heißt. Zwischen 1698 und 1798 haben Erdbeben die Stadt viermal zerstört. Die Virgen de la Merced wird dort verehrt, weil sie 1742 einen Ausbruch des Cotopaxi aufgehalten haben soll; die Einwohner riefen sie zur Fürsprecherin und Patronin des Vulkans aus und verpflichteten sich zu einem jährlichen Fest ihr zu Ehren. Dieses Fest — auch La Santísima Tragedia genannt — ist, was die Stadt seither daraus gemacht hat: eine Prozession, die indigen, spanisch und afrikanisch zugleich ist und nie gefragt wurde, ob sie sich entscheiden wolle.

Am 31. Oktober 2005 erklärte das Nationale Institut für Kulturerbe die Fiesta de la Mama Negra, auch Fiesta de la Capitanía, zum immateriellen Kulturerbe Ecuadors.

Wer mitgeht

Die Mama Negra ist die Mitte: das Gesicht schwarz bemalt, zu Pferd, vom Sattel aus Milch über die Zuschauer sprühend. Hinter ihr geht der Ashanguero, als ihr Ehemann beschrieben, der die Ashanga auf dem Rücken trägt — ein schweres Gestell, beladen mit Essen und Schnaps.

Der Ángel de la Estrella geht voran in weißen Flügeln und spricht religiöse Verse. Der Rey Moro, der Maurenkönig, trägt den hispanischen Teil des Erbes. Der Abanderado führt die Fahne, und der Capitán hat den höchsten Rang inne, an ältere Strukturen der Autorität gebunden. Die Huacos nehmen Reinigungen an den Teilnehmern vor. Um sie herum gehen die Camisonas, die Cholas, die Payasos und die Yumbos.

Zwei Feste, nicht eines

Sie sind wirklich verschieden. Das im September, am 23. und 24., ist religiös und gehört den Vivanderas — den Frauen, die auf den Märkten Pichincha, La Merced und El Salto verkaufen — gemeinsam mit der Asociación de Devotos y Donantes: ihr Dank an die Jungfrau für gewährte Gunst. In den letzten Jahren zieht die Comparsa einmal am Tag statt zweimal, vormittags und nachmittags, damit sie nicht im Dunkeln endet; die Strecke ist gut vier Kilometer lang und hält an El Calvario, um dem Bildnis die Ehre zu erweisen.

Das im November ist ein Bürgerfest. Die Stadtverwaltung richtet es zum Jahrestag der Unabhängigkeit Latacungas am 11. November 1820 aus, und es ist das größere der beiden: 2025 lief der Umzug 3,1 Kilometer über vier Stunden, in der einundsechzigsten Ausgabe. In den Wochen davor veröffentlicht die Stadt den Kalender der Jochas, ein Abend für jede der Hauptfiguren der Reihe nach.

Der Tag des Umzugs wandert. Er war in jedem der jüngeren nachprüfbaren Jahre der Samstag vor dem 11. November — 4. November 2017, 4. November 2023, 9. November 2024, 8. November 2025 —, auch in den Jahren, in denen der Elfte selbst ein Samstag war und der Umzug eine Woche früher auszog. Die Stadt gibt das Datum bekannt, und danach richtet man sich, nicht nach dem Muster.

Wann es stattfindet

Zweimal. Die Marktfrauen halten das religiöse Fest für die Virgen de la Merced am 23. und 24. September; die Stadt hält ihren Umzug am Samstag vor dem 11. November, dem Jahrestag der Unabhängigkeit Latacungas.

  • 7. November 2026The city's parade: the Saturday before 11 NovemberGeschätzt
  • 11. November 202611 November, the anniversary of Latacunga's independenceBerechnet
  • 23.–24. September 202723 and 24 September, the market women's fiesta for the Virgen de la MercedBerechnet
  • 6. November 2027The city's parade: the Saturday before 11 NovemberGeschätzt
  • 11. November 202711 November, the anniversary of Latacunga's independenceBerechnet
  • 23.–24. September 202823 and 24 September, the market women's fiesta for the Virgen de la MercedBerechnet
  • 4. November 2028The city's parade: the Saturday before 11 NovemberGeschätzt
  • 11. November 202811 November, the anniversary of Latacunga's independenceBerechnet
  • 23.–24. September 202923 and 24 September, the market women's fiesta for the Virgen de la MercedBerechnet
  • 10. November 2029The city's parade: the Saturday before 11 NovemberGeschätzt
  • 11. November 202911 November, the anniversary of Latacunga's independenceBerechnet
  • 23.–24. September 203023 and 24 September, the market women's fiesta for the Virgen de la MercedBerechnet

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Gut zu wissen

  • Die Mama Negra besprüht die Menge vom Sattel aus mit Milch. Wer vorn steht, sollte damit rechnen.

Quellen

Dieser Eintrag beruht auf den folgenden Quellen.

  1. Mama NegraWikipedia · abgerufen am 26. September 2026
  2. LatacungaWikipedia · abgerufen am 26. September 2026
  3. Mama NegraMunicipio de Latacunga · abgerufen am 26. September 2026
  4. Mama Negra de La MercedLa Gaceta · abgerufen am 26. September 2026
  5. Mama Negra de septiembre: historia, personajes y significado de la fiesta de LatacungaNueva Mujer · abgerufen am 26. September 2026
  6. Mama Negra 2025: la fiesta que une fe y tradición en LatacungaExpreso · abgerufen am 26. September 2026

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